Buchrücken-Generator – Automatische Buchrücken in InDesign

 

Bei der InDesign User Group Rhein-Ruhr wurde am Mittwoch den 16. Mai von Olaf Springorum eine manuelle Lösung zum Thema Buchrücken in InDesign erklärt.

Dabei wird eine schmale Seite zwischen 2 normalen Dokumentseiten eingefügt, die dem Buchrücken entspricht. Dazu waren aber auch noch einige Klicks nötig, um zu einem sinnvollen Ergebnis zu kommen.

Deshalb habe ich ein kleines Script entwickelt, das nach Abfrage der Buchdicke automatisch eine neue Musterseite mit 3 Seiten angelegt. In einem weiteren Schritt wird dann eine Zeichenfläche am Anfang des Dokuments mit 3 Seiten erstellt.

Die Seiten werden, dem Beispiel von Olaf Springorum folgend, mit U1, R1 und U2 benannt. Danach beginnt die Dokumentnummerierung regulär bei 1.

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Vor dem Skript – Der Dokument-Titel liegt vorne (U1), die Dokumentrückseite auf der letzten Seite (U2).


Was geht schon in 0.1.0 und was ist noch nicht automatisch?

Das Skript legt aktuell leere Seiten an und überträgt bereits vorhandene Inhalte auf Seite 1 und der letzten Seite nicht automatisch auf den erstellten Umschlag.

Meine Arbeitsweise ist üblicherweise den Umschlag direkt als Musterseite nebeneinander anzulegen und dann den rechten Teil dieser Musterseite auf der ersten Seite des Dokuments und den linken Teil der Musterseite auf der letzten Seite des Dokuments zu platzieren.

Dadurch kann auf der Musterseite direkt das komplette Erscheinungsbild des Titels mit nebeneinander liegenden Seiten begutachtet werden. In diesem Fall können die beiden Musterseiten dieser Musterseite einfach auf die neuen Umschlagseiten U1 und U2 gesetzt werden.

Danach kann der Buchrücken direkt gestaltet werden. Wenn eure Arbeitsweise davon abweicht, habe ich weiter unten aber noch eine einfache Lösung für euch parat.

Ich hatte auch geplant, eine Berechnungsfunktion für die Buchdicke aus Umschlagdicke, Seitenanzahl, Grammatur und Volumen einzufügen. Die erste Version ist aber erstmal ein Proof of concept und wird im Laufe der Zeit um weitere Funktionen ergänzt.

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Das Skript fragt die Rückenstärke des Buchs ab.

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Die drei Seiten werden nebeneinander angelegt.

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Der fertige Umschlag wird durch ziehen der Musterseiten des Umschlags links und rechts hergestellt. Eventuell muss am Rücken noch der Hintergrund ergänzt werden.

 

Lösung, wenn Cover und Rückseite nicht auf Musterseiten vorhanden sind

Sind die Umschlagseiten nur im Dokument, aber nicht in Musterseiten vorhanden, ist das kein Problem. Die jeweiligen Seiten für das Cover und die Rückseite können einfach aus den Dokumentseiten in die Musterseiten gezogen werden. Danach können sie auch auf den gerade angelegten Umschlag mit Rücken angewendet werden.

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Titelseite und Rückseite werden in den Musterseitenbereich gezogen.

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Die neuen Musterseiten werden auf Seite U1 und U2 angewendet.


 

Warum den Umschlag in den Musterseiten anlegen, warum nicht Copy and Paste?

Als weitere Verbesserung der Dokumentstruktur könnte man die Musterseiten, die man soeben durch ziehen nach oben angelegt hat, auch direkt für die Dokumentseiten des Titels und der Rückseite im ursprünglichen Dokument verwenden. Dadurch ist sichergestellt, dass sowohl im Umschlag vorne mit Buchrücken als auch im danach folgenden Teil des Buchs immer identische Layouts verwendet werden. Man vermeidet hierdurch redundante Daten und etwaige Fehler bei Abweichungen der beiden Varianten. Hätte man alle Inhalte per Copy and Paste an seinen neuen Ort gebracht, so besteht immer die Gefahr, dass die Daten sich am Ende durch nachträgliche Korrekturen unterscheiden.

Download des Buchrücken-Generator

Der Buchrücken-Generator kann bei Github heruntergeladen werden. Veröffentlicht unter GNU GENERAL PUBLIC LICENSE Version 3